UN/STAGED
Fotografie-Ausstellung
von Benedikt Ernst & Raffaele Horstmann
Unterschiedlicher könnten ihre Themen und Arbeitsweisen nicht sein – das war der erste Eindruck, als ich sich Raffaele Horstmann und Benedikt Ernst 2015 durch eine glückliche Verkettung von Zufällen kennenlernten.
Benedikt Ernst folgt mit seiner Fotografie einer Art innerer Intention, dem Gespür für die Gestaltung eines einzigartigen Moments. Seine Werke wirken harmonisch und außergewöhnlich ästhetisch. Sie sind authentische Interpretationen der Realität.
Im Gegensatz dazu sind die Arbeiten von Raffaele Horstmann strenge Inszenierungen. Sie folgen immer einem Konzept – einem persönlichen Anliegen. Er nutzt die Fotografie, um Welten zu erschaffen, die gewohnte Perspektiven aufbrechen und verändern.
Aus der anfänglich noch distanzierten Betrachtung entwickelt sich mit jeder Begegnung ein gegenseitiges Interesse und schließlich eine engen Freundschaft – im Privaten und Künstlerischen.
Diese Ausstellung ist das Ergebnis jahrelanger Gespräche zweier Menschen – zum einen über die Lage der Welt, politische Themen und private Glaubenssätze – zum anderen über die Fotografie, ihre Funktion und Bedeutung.
Der Titel UN/STAGDED entstammt der Erkenntnis, dass insbesondere der Dialog unterschiedlicher Positionen von Wert ist – privat wie auch künstlerisch. Er symbolisiert die Vereinigung beider Arbeits- und Lebensweisen, trotz aller Unterschiede.
Diesen Dialog machen die Künstler jetzt erlebbar!
Die Ausstellung findet vom 15. bis 18. Juni 2023 in der "A Street 48" in Köln statt. In der neuen Location zeigen die Künstler verschiedene Werkreihen.
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Vernissage:
15. Juni ab 19 Uhr
Öffnungszeiten:
16. + 17. Juni von 12 bis 22 Uhr 18. Juni von 12 bis 18 Uhr
Ausstellungsort:
A Street 48 Aachener Straße 48 50674 Köln
Alle Infos zur Ausstellung: www.unstaged.eu
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Über
Benedikt Ernst
Benedikt Ernst, geboren 1972 in Aachen, folgt seit 20 Jahren seiner Faszination für die Welt der Fotografie. Schon mit seinen ersten schwarz-weißen Porträts schafft er die Basis für seinen heutigen Stil. Als er aktiv beginnt, sein Interesse für Design, Grafik und zeitgenössische Fotografie in seine Arbeiten zu verweben, perfektioniert er seine heute sofort erkennbare Handschrift. Seine Fotografien leben von schlichter Konzentration und großer Ästhetik – der Schönheit des Moments in einer besonderen Form der Authentizität.
"In der Fotografie geht es mir nicht um das perfekte Bild. Ich bin auf der Suche nach der Ästhetik der Wirklichkeit – in ihrer realen und ungeschönten Form."
– Benedikt Ernst
Mit seinen Fotografien bildet Benedikt Ernst die Realität ab. Er interpretiert Augenblicke unserer Zeit, ohne diese zu verfremden oder zu bewerten. Dabei entwickelt sich seine
künstlerische Arbeit stetig weiter – heute bewegt sie sich ganz selbstverständlich zwischen zeitgenössischer schwarz-weißen Porträt-Fotografie, der künstlerischen Interpretation der Architektur und der manuellen Collage.
Regelmäßig zeigt er seine Werke in Gruppen- oder Einzelausstellungen und fasziniert damit ein internationales Publikum – etwa in Paris, Köln oder Berlin. Seine Arbeiten wurden unter anderem beim PX3 Wettbewerb in Paris ausgezeichnet.
Über
Raffaele Horstmann
Raffaele Horstmann, geboren 1989 in Frechen, ist seit 2010 freier fotografischer Künstler. Dabei arbeitet er parallel an unterschiedlichen Werkreihen, die stetig wachsen und sich in ihrem Prozess verändern. Die visuell sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen spiegeln die Erfahrungen eines Menschen wieder, der durch seine deutschen und italienischen Wurzeln in verschiedenen Wertestrukturen aufgewachsen ist. Die Konzepte seiner inszenierten Fotografie sind eine Erinnerung an Respekt und Achtsamkeit – der Welt, ihren Menschen und deren Freiheit gegenüber.
"Die Fotografie ermöglicht mir, Emotionen über den Punkt hinaus zu vermitteln, an dem es mir die Sprache und Worte schon lange nicht mehr möglich machen"
– Raffaele Horstmann
Die Arbeiten von Raffaele Horstmann leben von Gegensätzen und Ungleichgewichten. Schönheit steht dem Unperfekten gegenüber, Licht der Dunkelheit und Stille dem großen Lärm unserer Zeit. Der Künstler orientiert sich thematisch am aktuellen gesellschaftlichen, politischen oder persönlichen Wandel sowie an der Verdrängung der Gegenwart. Er nimmt gezielt Perspektiven auf, die die gewohnte Sicht auf die Welt umformen.
In Ausstellungen zeigt er seine großformatigen Fotografien häufig in raumbezogenen und begehbaren Installationen. Außerdem veröffentlicht er in eigener Regie konzeptionelle Foto-Bücher seiner Werkreihen.