In the organizer's words:
Eine stille Wanderung im Dämmerlicht: Die Wahrnehmungs-Wander-Performance lädt ein, sich in Bewegung ganz dem bewussten Erleben der Umgebung hinzugeben. Ohne technische Geräte wie Handys, Uhren oder Kameras folgt die Gruppe den natürlichen Rhythmen des abendlichen Lichts und schafft damit einen Raum für entschleunigtes Gehen und konzentrierte Sinneserfahrung.
Das Projekt von und mit Andrea Pesendorfer, in Zusammenarbeit mit SOHO in Ottakring, setzt auf eine Reduktion der Reize in einer sonst von Beschleunigung und Überstimulation geprägten Welt. Dabei rückt die Veränderung der Wahrnehmung vom schwachen Licht zum Farbspektrum in den Mittelpunkt, während sich Klang, Temperatur und Geruch im Laufe der Dämmerung wandeln. Inmitten dieser langsamen Übergänge wird Dunkelheit als wertvolle Ressource erfahrbar, die dazu einlädt, das Vertrauen in die Sinne auch unter verminderten Lichtverhältnissen zu stärken.
Die Wanderung umfasst Phasen der Bewegung und des Stillstands, die den Fokus immer wieder ins Hier und Jetzt lenken und das gemeinsame Schweigen intensivieren das individuelle und kollektive Wahrnehmen. Sie stellt Fragen nach neuen Wegen, gewohnte Wahrnehmungsmuster abzulegen, und macht fragile Sinneserfahrungen sichtbar und spürbar.
Diese nächtliche Performance fordert dazu auf, kräftige Kleidung mitzubringen oder vor Ort zu erhalten. Die Teilnahme erfolgt ohne Gebühr, allerdings nur nach vorheriger Anmeldung. Dauer ist etwa vier bis fünf Stunden, Start und Ziel liegen in Ottakring.