In the organizer's words:
Diese Revue des US-amerikanischen Dramatikers Thornton Wilder verbindet auf ungewöhnliche Weise Zeiten und Geschichten. Im Mittelpunkt steht die Familie Antrobus aus New Jersey, die sich trotz dreifacher Weltuntergänge – Eiszeit, Sintflut und Krieg – behauptet. Figuren wie Dinosaurier, Mammut, Homer und Moses begegnen einander jenseits von Raum und Zeit, während die Bibliotheksbücher lebendig werden und vom Überleben der Menschheit erzählen.
Das Stück, das Wilder im Jahr 1942 während der US-amerikanischen Beteiligung am Zweiten Weltkrieg schrieb, ist eine Mischung aus tiefgründigem Humor und existenzieller Dramatik. Es zeigt die widersprüchliche Natur des Menschen, der das Böse als Teil seiner selbst akzeptiert, aber zugleich an humanistische Werte und die Kraft von Ideen und Geschichten glaubt.
Unter der Regie von Stefan Bachmann gestalten Olaf Altmann (Bühnenbild), Adriana Braga Peretzki (Kostüme), Sven Kaiser (Musik), Bernd Purkrabek (Licht), Sabina Perry (Choreografie und Körperarbeit) sowie Moritz Grewenig (Video) ein vielseitiges Bühnenereignis mit Feuereffekten von Thomas Bautenbacher und dramaturgischer Begleitung durch Lena Wontorra. Die Besetzung umfasst Nicholas Ofczarek als Mr. Antrobus, Caroline Peters als Mrs. Antrobus, Stefanie Reinsperger, Mehmet Ateşçi̇, Zeynep Buyraç und weitere Künstler:innen. Die Aufführung dauert drei Stunden inklusive Pause.
Ergänzend zur Vorstellung findet ein Theater-Labor statt, das weitere Einblicke in diese besondere Inszenierung ermöglicht.