NEU & NICE: Plastic2Beans: Fairer Kaffee aus Äthiopien als Bezahlung für Recyclingprojekte

von Adina

NEU & NICE: Hier stellen wir dir junge, innovative und nachhaltige Unternehmen vor, die die Welt ein Stückchen besser machen. Und da keine:r so schön das eigene Herzensprojekt erklären kann wie die kreativen Köpfe dahinter, sparen wir uns lange Einleitungen und lassen die Macher:innen gleich selbst zu Wort kommen.

Plastic2Beans baut Recyclinganlagen für Plastik in Äthiopien und lässt sich in Kaffee auszahlen. Das ist nicht nur ein fairer Weg, um für Recycling Projekte vor Ort zu sorgen und Kleinbauer:innen zu unterstützen, sondern hat auch noch den großen Vorteil, dass wir in Köln herrlichen Impact Kaffee genießen können - zu Hause oder im Impact Café in Sülz.

 

KURZE VORSTELLUNGSRUNDE: WER BIST DU?

Hi, ich bin Kalie, Gründer und Geschäftsführer bei Plastic2Beans. Ich bin promovierter Chemiker und habe das Unternehmen nach einem Treffen mit meinem Mitinitiator Abiye Dagnew gegründet, nachdem wir uns zufällig im Schwimmbad getroffen haben, weil unsere Kinder zusammen gespielt haben.

 

WIE ERKLÄRST DU DEINER OMA, WAS IHR MACHT?

Wir bauen Plastik-Recyclingprojekte in Äthiopien auf und lassen uns statt in Dollar in fair gehandeltem Bio-Kaffee in Spitzenkaffee auszahlen. Das machen wir, weil es zu wenig Dollar in Äthiopien gibt, um unseren Wissens- und Technologietransfer zu bezahlen.
Damit haben wir aber auch einen doppelten Impact, einerseits durch die Recyclingprojekte und andererseits durch den nachhaltigen Kaffee, der in Waldgärten von Kleinbäuer:innen angebaut wird. Wir zahlen den zwei bis dreifachen Börsenpreis für unsere Kaffees und erhalten dafür aber auch nur die besten Qualitäten.
 
Der Limmu z.B. überzeugt mit sehr balancierten Aromen von dunkler Schokolade und Karamell, während der Wollega durch die Sonnentrocknung der ganzen Kaffeekirsche viel wilder und fruchtiger ist, mehr, wie man den Kaffee in Äthiopien selbst trinkt.

 

WIE MACHT IHR DIE WELT EIN STÜCKCHEN BESSER?

Zum Beispiel durch den Aufbau der ersten Food Grade PET-Recyclinganlage in Ost-Afrika, den wir gerade mit der GIZ und dem BMZ durchführen. Die Anlage soll ab Ende 2023 dafür sorgen, dass etwa 16.000 bis 17.000 t Neu-PET und etwa 30.000 t CO2 eingespart werden. Daneben haben wir in Deutschland Workshops an Schulen zum Thema Nachhaltigen Umgang mit Kunststoffen gehalten, um auch die junge Generation für die Themen Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Wir waren auch eine der Ersten, die Kaffeebohnen in Mehrwegflaschen in den Verkauf gebracht haben. Damit starten wir gerade bei diversen REWE Märkten durch, das Konzept wird sehr gut angenommen. Ich könnte noch ewig weiterreden, aber das sprengt glaube ich das Format hier :)

 

 

ARBEITEN UM ZU LEBEN ODER LEBEN UM ZU ARBEITEN?

Definitiv mehr leben um zu arbeiten, aber es ist sehr wichtig hier eine gute Balance zu finden, insbesondere mit Familie. Unsere zweite Tochter ist letzten Herbst geboren und ich werde leider nicht mehr so viel Zeit für sie haben, wie ich es bei unserer ersten Tochter hatte. Da war ich 1,5 Jahre in Elternzeit, das habe ich auch sehr genossen. Ich finde es sehr wichtig etwas Sinnvolles mit seinem Leben anzufangen und sowohl meine Arbeit als auch die Zeit mit meiner Familie erfüllt mich mit viel Freude.

 

WO GEHT DIE REISE NOCH HIN?

Gerade geht es wie gesagt verstärkt in den Einzelhandel: REWE, EDEKA etc. das ist ein ganz neuer Schritt und eine neue Herausforderung für uns. Davor waren wir hauptsächlich im Bereich Bürokaffee unterwegs und haben auch schon große Kunden wie Aktion Mensch oder Henkel gewonnen. Aber die Pandemie hat uns da ordentlich einen Strich durch die Rechnung gemacht mit dem hohen Anteil an Home-Office.
Ein riesiger Meilenstein wird im Bereich Entwicklungszusammenarbeit die Umsetzung der PET-Recyclinganlage sein. Aber daneben bahnen sich noch weitere Projekte, z.B. an der Cote d'Ivoir an. Dort könnte das Tauschgut dann nicht Kaffee, sondern Kakao sein. Wir sind vielleicht ein bisschen verrückt und rastlos :)

 

WARUM BRAUCHT MAN EUCH?

Weil wir einfach einen der leckersten Kaffees in Deutschland haben, der gleichzeitig noch auf so vielen Ebenen nachhaltig ist und Impact erzeugt. Die Mehrwegflaschen sind ein super schönes Konzept und ein echtes Erlebnis beim Öffnen. Für Unternehmen sind wir eine großartige Möglichkeit die Mitarbeitendenzufriedenheit zu erhöhen und das nachhaltige Handeln auch nach Außen zu tragen.
 
In unserer Home-Base, dem wunderbaren Cafè Impact in Köln Sülz, bieten wir neben unsererem Kaffee außerdem regelmäßig Kunst, Kultur und Musik-Events wie die Jazz-Night an und bieten auch der nachhaltigen Küche mit dem Green Cuisine Cologne Projekt eine Bühne.
(Anmerkung der Rausgegangen redaktion: Die Events findest du natürlich alle bei uns, schau mal hier. ;-))

 

 


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