PHOTO: © Desiree Adams
Douglas Stuart - »John of John«
Noch niemand hat sich das Event gemerkt.
In the organizer's words:
»Cal fragte sich, ob jetzt der Moment war, ehrlich zu seinem Vater zu sein. Ein Teil von ihm wollte seinem Vater sagen, dass er schwul war, allein um ihm wehzutun, weil er ihn nach Hause gerufen hatte.«
Irgendwann werden sie ihn zwingen, zurückzukehren, dessen war sich Cal schon lange sicher. Ein paar Jahre konnte er in Edinburgh seine Freiheit genießen, sich mit Männern treffen, sich die Haare wachsen lassen – auch wenn das Leben in der Großstadt manchmal bedeutete, dass er nicht einmal genug Geld zum Essen hatte. Nun ist er wieder zuhause, auf einer abegelegenen Insel der Äußeren Hebriden, wo er mit seinem streng presbyterianischen Vater John den Tweed weben muss, von dem die Familie mehr schlecht als recht lebt. In der Einsamkeit der kargen Inselwelt wünscht sich Cal nichts so sehr wie einen Partner, dem er sich öffnen kann. Doch von seiner Homosexualität darf hier niemand wissen, wo schon seine langen Haare für seinen Vater als Sünde gelten. Doch auch John hütet ein Geheimnis, das er nur mit seinem besten Freund Innes teilt.
Mit »John of John« hat Douglas Stuart, der Autor des mit dem Booker Prize ausgezeichneten Weltbestsellers »Shuggie Bain«, einen Roman geschrieben, der so schön und rau und melancholisch ist wie der Ort, von dem er erzählt. Mit seiner klaren Sprache durchleuchtet Stuart ein vielschichtiges Vater-Sohn-Verhältnis, erzählt von Liebe, Scham und Pflichtgefühl, und fängt die merkwürdig gespannte Atmosphäre des engen Insellebens ein, die sich durch den gesamten Roman zieht.
Moderation: Jan Wilm
Lesung der dt. Texte: Helgi Schmid
Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)
Douglas Stuart, geboren und aufgewachsen in Glasgow, studierte am Royal College of Art in London. Nach seinem Abschluss zog er nach New York, wo er als Modedesigner arbeitete. Für seinen ersten Roman »Shuggie Bain«, der in 40 Ländern erschien und zum Weltbestseller wurde, erhielt er den Booker Prize 2020. Zuletzt erschien von ihm »Young Mungo« (2023).
Jan Wilm ist Schriftsteller und Übersetzer und publiziert in verschiedenen Zeitschriften. 2019 erschien sein Roman »Winterjahrbuch«, 2022 das Buch »Ror.Wolf.Lesen.« sowie zuletzt der Essay »Bärtierchen« der Erzählband »Sachertorte und andere Fiktionen«. Wilm lebt in Frankfurt am Main.
Helgi Schmid studierte Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und ist als Schauspieler in verschiedenen Theater-, Film- und Fernsehproduktionen zu sehen sowie als Sprecher in Feature- und Hörspielproduktionen zu hören.
Irgendwann werden sie ihn zwingen, zurückzukehren, dessen war sich Cal schon lange sicher. Ein paar Jahre konnte er in Edinburgh seine Freiheit genießen, sich mit Männern treffen, sich die Haare wachsen lassen – auch wenn das Leben in der Großstadt manchmal bedeutete, dass er nicht einmal genug Geld zum Essen hatte. Nun ist er wieder zuhause, auf einer abegelegenen Insel der Äußeren Hebriden, wo er mit seinem streng presbyterianischen Vater John den Tweed weben muss, von dem die Familie mehr schlecht als recht lebt. In der Einsamkeit der kargen Inselwelt wünscht sich Cal nichts so sehr wie einen Partner, dem er sich öffnen kann. Doch von seiner Homosexualität darf hier niemand wissen, wo schon seine langen Haare für seinen Vater als Sünde gelten. Doch auch John hütet ein Geheimnis, das er nur mit seinem besten Freund Innes teilt.
Mit »John of John« hat Douglas Stuart, der Autor des mit dem Booker Prize ausgezeichneten Weltbestsellers »Shuggie Bain«, einen Roman geschrieben, der so schön und rau und melancholisch ist wie der Ort, von dem er erzählt. Mit seiner klaren Sprache durchleuchtet Stuart ein vielschichtiges Vater-Sohn-Verhältnis, erzählt von Liebe, Scham und Pflichtgefühl, und fängt die merkwürdig gespannte Atmosphäre des engen Insellebens ein, die sich durch den gesamten Roman zieht.
Moderation: Jan Wilm
Lesung der dt. Texte: Helgi Schmid
Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)
Douglas Stuart, geboren und aufgewachsen in Glasgow, studierte am Royal College of Art in London. Nach seinem Abschluss zog er nach New York, wo er als Modedesigner arbeitete. Für seinen ersten Roman »Shuggie Bain«, der in 40 Ländern erschien und zum Weltbestseller wurde, erhielt er den Booker Prize 2020. Zuletzt erschien von ihm »Young Mungo« (2023).
Jan Wilm ist Schriftsteller und Übersetzer und publiziert in verschiedenen Zeitschriften. 2019 erschien sein Roman »Winterjahrbuch«, 2022 das Buch »Ror.Wolf.Lesen.« sowie zuletzt der Essay »Bärtierchen« der Erzählband »Sachertorte und andere Fiktionen«. Wilm lebt in Frankfurt am Main.
Helgi Schmid studierte Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und ist als Schauspieler in verschiedenen Theater-, Film- und Fernsehproduktionen zu sehen sowie als Sprecher in Feature- und Hörspielproduktionen zu hören.
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