In the organizer's words:
Das biennal stattfindende Konzertformat Frei_Spiel steht für die Eigenschaften, die das Orchester ausmachen und auf die die Musiker*innen besonders stolz sind: ein mutiges Programm, das gemeinsam diskutiert und beschlossen wird, Kooperationen mit anderen Künsten sowie die Freiheit, sich auf ein künstlerisches Experiment spielerisch einzulassen.
Für diese Produktion werfen die Performer*innen des Kollektivs She She Pop einen faszinierten Blick auf das Orchester der Jungen Deutschen Philharmonie. Sie entdecken einen monströsen kollektiven Körper – ein vielarmiges, aus multipler Lunge blasendes, hoch expressives Wesen – und zugleich eine vielstimmige, kreative Gemeinschaft wie sie selbst. Anders als die Performer*innen von She She Pop sind die Musiker*innen allerdings hochspezialisiert und engagieren sich für die gemeinsame Sache streng arbeitsteilig, den Blick abwechselnd fokussiert auf die Person am Dirigierpult oder den Notentext, dessen Schriftzeichen – notiert von einem nie angetasteten Genie – präzise und in korrekter Reihenfolge umzusetzen sind.
Woher stammt die Euphorie, die diese besondere kollektive Praxis bei den Beteiligten und Anwesenden offenbar freisetzt? Was ist der Preis? Was ist mit den inneren Widersprüchen, Eigenheiten und besonderen Fähigkeiten – nicht zu reden von den Hemmungen, Unzulänglichkeiten, persönlichen Sorgen und Zweifeln? Wie und wo klingen die?
Eine Gemeinsamkeit der beiden Kollektive ist die Leidenschaft zum Experiment, der fragende Blick auf das, was als grundlegende Voraussetzung der jeweiligen Kunst gilt: Wofür genau haben wir uns mit dem Publikum verabredet, wenn wir zum Konzert einladen? Und an welcher Stelle treten wir testweise aus diesem Rahmen heraus? Für dieses Konzert entwickeln wir, neben den musikalische Werken von Diana Syrse, Darius Milhaud und Grazyna Bacewicz, eigene performative Scores, in denen der kollektive Körper des Orchesters und die individuellen Perspektiven der beteiligten Musiker*innen in einen expliziten Dialog treten. Ein Selbstversuch im Kollektiv, in dem die Spannung zwischen Dienst und Ausdruck, zwischen individueller Aufgabe und gemeinschaftlicher Freiheit zu Gehör gebracht wird.
Bild: Paula Reissig
Für diese Produktion werfen die Performer*innen des Kollektivs She She Pop einen faszinierten Blick auf das Orchester der Jungen Deutschen Philharmonie. Sie entdecken einen monströsen kollektiven Körper – ein vielarmiges, aus multipler Lunge blasendes, hoch expressives Wesen – und zugleich eine vielstimmige, kreative Gemeinschaft wie sie selbst. Anders als die Performer*innen von She She Pop sind die Musiker*innen allerdings hochspezialisiert und engagieren sich für die gemeinsame Sache streng arbeitsteilig, den Blick abwechselnd fokussiert auf die Person am Dirigierpult oder den Notentext, dessen Schriftzeichen – notiert von einem nie angetasteten Genie – präzise und in korrekter Reihenfolge umzusetzen sind.
Woher stammt die Euphorie, die diese besondere kollektive Praxis bei den Beteiligten und Anwesenden offenbar freisetzt? Was ist der Preis? Was ist mit den inneren Widersprüchen, Eigenheiten und besonderen Fähigkeiten – nicht zu reden von den Hemmungen, Unzulänglichkeiten, persönlichen Sorgen und Zweifeln? Wie und wo klingen die?
Eine Gemeinsamkeit der beiden Kollektive ist die Leidenschaft zum Experiment, der fragende Blick auf das, was als grundlegende Voraussetzung der jeweiligen Kunst gilt: Wofür genau haben wir uns mit dem Publikum verabredet, wenn wir zum Konzert einladen? Und an welcher Stelle treten wir testweise aus diesem Rahmen heraus? Für dieses Konzert entwickeln wir, neben den musikalische Werken von Diana Syrse, Darius Milhaud und Grazyna Bacewicz, eigene performative Scores, in denen der kollektive Körper des Orchesters und die individuellen Perspektiven der beteiligten Musiker*innen in einen expliziten Dialog treten. Ein Selbstversuch im Kollektiv, in dem die Spannung zwischen Dienst und Ausdruck, zwischen individueller Aufgabe und gemeinschaftlicher Freiheit zu Gehör gebracht wird.
Bild: Paula Reissig
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