Die Namen prominenter europäischer Komponisten des 19. Jahrhunderts würden Seiten füllen, wohingegen ihre amerikanischen Kollegen weitestgehend unbekannt geblieben sind. Daran änderte auch die Berufung Antonín Dvořák nichts, der von 1892 bis 1895 am National Conservatory of Music in New York eine nationale amerikanische Schule aufbauen sollte – ohne zu ahnen, dass Amerika längst einen Komponisten hatte, der dazu berufen gewesen wäre, der Musik seiner Heimat Weltrang zu verschaffen: Charles Ives (1874 – 1954) war indessen so modern, dass seine Werke erst in den 1940er-Jahren ihr Publikum fanden.
Mitwirkende:
Michael Stegemann