Spielen ohne Grenzen. Als SimCity 1989 veröffentlicht wurde, schien das Städtebau-Simulationsspiel revolutionär: kein limitierendes Ziel, keine Linearität, keine Antagonist:innen, die es auszulöschen gilt. Stattdessen: Raum. Fast leerer Stadtraum, den es ohne Zeitdruck zu bebauen und verwalten gilt. Die:der politische Geograf:in Sinthujan Varatharajah schaut aber auch auf die andere Seite des Videospiels, das bis heute die Nostalgie der Millennials nährt – auf seine genozidalen und neoliberalen Ideologien der Geschichtslosigkeit, der kolonialen Kartografierung und der Erschaffung einer ,Neuen Welt‘ aus steriler Entfernung. Ist SimCity tatsächlich nicht mehr als ein Rückspiegel, der uns das neokoloniale Zeitalter in seinen gewaltvollen Verkettungen und Gerüsten nachspielen lässt? Oder bietet das Simulationsspiel einen Ausbruch aus dieser Ordnung?
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Eintritt auf Spendenbasis