Anlässlich des 100 - jährigen Jubiläums im Jahr 2022 produziert der Verein Freie Volksbühne in Koproduktion mit dem Theater im Bauturm und der Volksbühne am Rudolfplatz erstmalig ein eigenes Theaterstück. Dabei fiel die Wahl auf "Automatenbüfett" von der österreichischen Autorin Anna Gmeyner. 1932 uraufgeführt, gilt das Stück als Juwel des alternativen Volkstheaters und wird nun, nach der erfolgreichen Wiederentdeckung durch das Wiener Burgtheater, auch an Kölns ältester Theaterbühne inszeniert. Und hat auch nach 90 Jahren nichts an Aktualität verloren. Regie führt Susanne Schmelcher. Mit Daniel Breitfelder, Marc Fischer, Nicole Kersten, Gerd Köster, Gaby Pätzold, Jonathan Schimmer, Nele Sommer und Buddy Sacher.
Zum Inhalt: Eigentlich ist in der kleinen Stadt alles an seinem Platz: Das neue Snackrestaurant kommt gut an, im Hinterzimmer tagt der Anglerverein und bei belegten Brötchen aus dem Automat geben sich Honoratioren wie Ausgestoßene der Stadtgesellschaft die Klinke in die Hand. Doch als der Gatte der Wirtin eine junge Frau vor dem Suizid bewahrt und als Servierkraft anstellt, gerät die bürgerliche Ordnung zusehends in Schieflage und eine fatale Spirale aus Neid, Begehren und Befindlichkeiten nimmt unaufhaltsam ihren Lauf. Als auch noch ein Kriminalfall die Gemüter erhitzt, bricht inmitten des Automatenbüfetts ein wahrer Hexensabbath aus, in dem sich bereits das böse Antlitz des aufdämmernden Faschismus zeigt.