In the organizer's words:
Das Musiktheaterstück „Leonore“ von Ludwig van Beethoven kehrt zurück an das Theater an der Wien, wo der Komponist als Opernneuling das bekannte Werk Fidelio in ersten Fassungen präsentierte. Die Oper entstand im Kontext großer Umbrüche: aufgeklärt vom Geist der Revolution, empört über Napoleons Besetzung Wiens, verwandelt Beethoven die populäre französische Rettungs- und Befreiungsoper Léonore, ou L’amour conjugal in ein deutsches Singspiel.
Im Zentrum steht Leonore, die sich als Mann verkleidet, um ihren eingesperrten Ehemann zu retten – ein dramatischer Kampf zwischen persönlicher Liebe und tyrannischer Macht. Mit dieser einzigen Oper widmet sich Beethoven nicht nur dem Musiktheater, sondern spiegelt darin auch sein Ringen mit gesellschaftlichen Zwängen und Freiheit wider.
Die Aufführungen umfassen sowohl eine Einführungsmatinee als auch mehrere Abendtermine. Das Ensemble wird von den Wiener Symphonikern und dem Arnold Schoenberg Chor unter der musikalischen Leitung von Giedrè lekytè begleitet. Die Inszenierung stammt von Stefan Herheim, die Bühne entwarf Silke Bauer, für Kostüme zeichnet Esther Bialas verantwortlich. Das Ensemble umfasst unter anderem Julia Kleiter in der Titelrolle, Attilio Glaser als Florestan, Alexander Grassauer als Don Fernando und Christoph Pohl als Don Pizarro.
Für das Publikum steht ein deutschsprachiges Singspiel mit deutschen und englischen Übertiteln bereit. Die Stückeinführungen finden jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt. Unterstützt wird das Projekt durch Martin Schlaff.
„Leonore“ lädt ein, Beethovens musikalische Vision von Freiheit und Gerechtigkeit neu zu entdecken, eingebettet in ein historisches Spannungsfeld, das auch heute berührt.