In the organizer's words:
Sexualisierte Gewalt ist nie nur ein individueller Vorfall, sondern tief verwoben in gesellschaftliche Strukturen. Meist sind Machtverhältnisse und die Grenzen eines oft patriarchal geprägten Rechtssystems nicht sichtbar. Die Veranstaltung Zwei Fälle, ein System bringt drei Perspektiven in einen Austausch: Die Aufarbeitung zweier individueller Fälle sind Ausgangspunkt einer Diskussion über massive Lücken im Justizsystem und aktivistische Praxis.
Die Autorin Anne Jelena Schulte spricht das erste Mal öffentlich über ihren eigenen Fall, den sie im Theaterstück the truest true crime verarbeitet hat, und das im Dezember an dne Münchner Kammerspielen uraufgeführt wird. Gemeinsam mit der Aktivistin Nina Fuchs, Initiatorin des KO e.V., geht es um die Frage, wie Betroffene Öffentlichkeit herstellen, welche Rolle Solidarität spielt und warum strukturelle Veränderungen dringend notwendig, aber schwer zu verfestigen sind.
Ergänzt wird das Gespräch durch Konstantina Raptis von der Feminist Law Clinic. Sie berichtet von der sexistischen Realität juristischer Ausbildung, ihrer Arbeit in der Law Clinic und von aktuellen juristischen Debatten rund um mediale Ausbeutung von Betroffenen-Geschichten.
Ein Abend über Gewalt und Recht, über Sichtbarkeit, Sprache und Möglichkeiten von widerständigem Handeln.
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