PHOTO: © Sogetsu Foundation

The Face of Another

In the organizer's words:

他人の顔 Tanin no kao
Regie: TESHIGAHARA Hiroshi
1966, 122 Minuten, OmeU, 35 mm

Das psychologische Drama mit Elementen eines Science-Fiction basiert auf dem gleichnamigen Roman von Abe Kôbô (dt. „Das Gesicht des Anderen“), der auch das Drehbuch verfasst hat. In surrealen Schwarz-Weiß Bildern geht es um die Frage, wie sehr das äußere Erscheinungsbild unsere Identität und menschliche Beziehungen bestimmt. Nakadai Tatsuya ist in der Rolle des Protagonisten zu sehen, der sein Gesicht verloren hat.

Bei einem Arbeitsunfall erleidet Okuyama schwere Verbrennungen, die sein Gesicht entstellen. Von der Gesellschaft und seiner Frau entfremdet, unterzieht er sich einer „Gesichtstransplantation“, für die in Zusammenarbeit mit einem Psychiater eine täuschend echte Maske entwickelt wird. Doch auch wenn er dadurch eine gewisse Freiheit erlangt, führt ihn der Erwerb der neuen Persönlichkeit zu einer tiefen inneren Spaltung.
 

Filmreihe
NAKADAI Tatsuya (1932-2025)
Die vielen Gesichter der japanischen Schauspiellegende

Nakadai Tatsuya zählt zu den bedeutendsten Schauspielern der japanischen Filmgeschichte. Der vielfach ausgezeichnete Darsteller war in über 120 Filmen zu sehen und verkörperte zumeist komplexe und vielschichtige Charaktere.

Geboren am 13. Dezember 1932 in Tokyo besuchte Nakadai nach seinem Schulabschluss Aufführungen der Theatergruppe Haiyûza, in die er 1952 selbst aufgenommen wurde. 1954 gab er mit einem Statistenauftritt sein Filmdebüt in Die sieben Samurai, was den Beginn einer langjährigen Partnerschaft mit Kurosawa Akira markierte: Nakadai spielte tragende Rollen in Yojinbô oder Tsubaki Sanjûrô und brillierte als Protagonist in den großen Epen Kagemusha und Ran. Aber auch mit anderen renommierten Regisseuren wie Kobayashi Masaki, ­Okamoto Kihachi und Teshigahara Hiroshi verband ihn eine enge ­Zusammenarbeit.

1975 gründete Nakadai gemeinsam mit seiner Frau und Schauspielerkollegin Miyazaki Yasuko eine Schule für Nachwuchsschauspieler ­namens Mumei juku, die von zahlreichen Talenten besucht wurde, ­darunter auch Yakusho Kôji (bekannt u.a. aus Perfect Days).

Die schillernde Bandbreite der von Nakadai dargestellten Figuren reicht von Samurai, Kriminellen und Universitätsprofessoren bis hin zu Malern und Familienvätern, denen er mit feinen Nuancen Tiefe und Intensität verlieh.

Nakadai Tatsuya starb am 8. November 2025 im Alter von 92 Jahren an einer Lungenentzündung.

Die Filmreihe findet in Zusammenarbeit mit dem Filmfestival 
Nippon Connection in Frankfurt statt (02. – 07.06.2026).

Im Rahmen der Retrospektive des Festivals zeigt das 
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum acht Filme 
mit NAKADAI Tatsuya aus dem Archiv der Japan Foundation in Tokyo.

Weitere Informationen unter https://nipponconnection.com/

Location

Japanisches Kulturinstitut Köln Universitätsstraße 98 50674 Köln
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